Svarmi-Blog
Marktentwicklung und Regulierung

Teilnahme an der COP15 – der UN-Biodiversitätskonferenz

Svarmi war auf der COP15 in Montreal durch Kolbeinn Hilmarsson, CEO, und Silvia Garcia Martinez, COO & Chief Sustainability Officer, vertreten. In diesem kurzen Beitrag berichten die beiden von einigen Höhepunkten ihres Aufenthalts.

Unsere Eindrücke

Als Erstteilnehmende einer COP-Konferenz kamen wir im Dezember 2022 voller Vorfreude zur COP15, der UN-Biodiversitätskonferenz, nach Montreal. Hauptziel der Konferenz war die Einigung auf einen neuen globalen Biodiversitätsrahmen – ein Thema, das sich mit meinem persönlichen und beruflichen Ziel deckt, Natur und Biodiversität mehr Gewicht in unternehmerischen Entscheidungen zu verschaffen.

Wirtschaft & Finanzwelt im Mittelpunkt

Schon bei unserer Ankunft spürten wir eine besondere Atmosphäre auf der Konferenz. Obwohl wir zum ersten Mal seit Längerem wieder Masken tragen mussten, waren Energie und Engagement der Teilnehmenden groß und die Stimmung optimistisch und positiv. Besonders beeindruckt hat uns die starke Beteiligung von Führungskräften aus der Wirtschaft und dem Finanzsektor. Sie waren in der Vergangenheit im Dialog über Natur und Biodiversität unterrepräsentiert, der sich oft auf Maßnahmen lokaler und nationaler Regierungen konzentrierte. Unternehmen werden bei der Wiederherstellung der Natur eine entscheidende Rolle spielen, und es war sehr erfreulich, während der gesamten Konferenz ein so großes Engagement des Privatsektors zu erleben.

Im Vorfeld der Konferenz hatten wir die Selbstverpflichtung #makeitmandatory von Business4Nature unterzeichnet. Sie fordert eine verpflichtende Naturberichterstattung für Unternehmen – ein wichtiger Schritt, damit bei Geschäftsentscheidungen die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf Natur und Biodiversität berücksichtigt werden.

Es war spannend zu verfolgen, wie der endgültige Text des globalen Biodiversitätsrahmens (Global Biodiversity Framework, GBF) im Laufe der Konferenz Gestalt annahm, während die Sitzungen voranschritten und neue Ideen in den Vordergrund rückten. Der Rahmen, insbesondere Ziel 15, fordert:

„Rechtliche, administrative oder politische Maßnahmen ergreifen, um Unternehmen zu ermutigen und zu befähigen (und insbesondere sicherzustellen, dass große und transnationale Unternehmen und Finanzinstitute):
(a) ihre Risiken, Abhängigkeiten und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt regelmäßig überwachen, bewerten und transparent offenlegen, unter anderem durch Anforderungen an alle großen sowie transnationalen Unternehmen und Finanzinstitute entlang ihrer Geschäftstätigkeit, ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten und ihrer Portfolios;
(b) Verbrauchern die erforderlichen Informationen bereitstellen, um nachhaltige Konsummuster zu fördern, und
(c) gegebenenfalls über die Einhaltung von Vorschriften und Maßnahmen zum Zugang und Vorteilsausgleich berichten; um negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt schrittweise zu verringern, positive Auswirkungen zu verstärken, biodiversitätsbezogene Risiken für Unternehmen und Finanzinstitute zu reduzieren und Maßnahmen zur Sicherstellung nachhaltiger Produktionsmuster zu fördern.“

(Quelle: offizielle CBD-Pressemitteilung, cbd.int)

Auch wenn Ziel 15 des Rahmens durchaus entschiedener hätte formuliert sein können, sind wir zuversichtlich, dass das Handeln führender Unternehmen und Finanzinstitute in Verbindung mit Vorschriften wie der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) die Entwicklung hin zu einer Zukunft beschleunigt, in der alle Unternehmen ihre Auswirkungen auf die Natur in ihre Finanzberichterstattung einbeziehen.

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Fazit

Insgesamt war unsere Teilnahme ausgesprochen aufschlussreich und inspirierend. Die Gelegenheit, mit Menschen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen, die gemeinsam auf den Schutz der Biodiversität hinarbeiten, war eine große Bereicherung. Wir haben die Konferenz mit einem tieferen Verständnis für die wichtige Rolle von Unternehmen im Naturschutz und für die Bedeutung einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen verlassen – und mit neuer Entschlossenheit, aktiv zu werden.

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